duxiana.JPG
malmö.JPG

Vor zwei Wochen hatte ich das Vergnügen ein verlängertes Wochenende in Malmö und Skåne zu verbringen. Zusammen mit einer Freundin bin ich donnerstags von Berlin nach Kopenhagen geflogen, von dort aus ging es dann unkompliziert mit dem Zug weiter nach Malmö, wo wir die ersten zwei Tage verbrachten. Übernachtet haben wir im Hotel Duxiana. Wer mit schwedischem Design vertraut ist kennt sicherlich das Label Dux. Ein inzwischen großes Familienunternehmen, das unter anderem sehr komfortable Boxspringbetten herstellt. Das Hotel ist daran angelegt und komplett im DUX Design ausgestattet.

In Malmö hatten wir Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wie kann man das besser machen, als mit dem Fahrrad. Gesagt getan. Malmö ist eine Kleinstadt gelegen am Meer, gut überschaubar hat sie dennoch viel zu bieten. Wenn ihr also mal vorhaben solltet einen Kurztrip nach Schweden zu machen kann ich diese Stadt nur empfehlen. Ich war bereits zum zweiten Mal dort aber dieses Mal habe ich ganz neue Spots entdeckt, von denen ich euch ein bisschen genauer berichten möchte.

Cafés und Restaurants in Malmö:

AB Småland: ein toller Interiorladen mit angrenzendem Café. Umgeben von ausgewählten Möbelstücken, Accessoires und Pflanzen der perfekte Ort für eine ‘Fika’ wie die Schweden eine kleine Auszeit am Mittag nennen. Hier kann man gut und gerne mehrere Stunden verbringen. Für jeden Interiorfan ein Must-Visit.

absmaland.jpg

Atrium: ein sehr schön designtes Café in ruhiger Lage inklusive Pflanzenlädchen. Hier haben wir ein super leckeres Pavlova gegessen und den besten Chai-latte. Generell finde ich ist es in Schweden aber nicht sonderlich schwer ein nettes Café zu finden, die gibt es hier wirklich fast überall, das Atrium jedoch hat durch seine Pflanzenecke nochmal ein paar extra Sterne verdient.

atrium.JPG
atrium2.jpg

Mineral” ist ein nettes Ecklokal mit wirklich ausgezeichnetem Essen und Wein. Wir sind am Abend mit dem Fahrrad in eine etwas ruhigere Wohngegend gefahren und haben es durch Zufall entdeckt. Wer also gut, aber trotzdem preiswert in Malmö essen möchte, dem kann ich das Mineral nur wärmstens ans Herz legen. Gemütlich, lecker und super Service.

Saltimporten: Der wohl beste Lunchspot in Malmö, direkt am Hafen gelegen, aber dennoch abseits und ruhig. Auch wieder mit dem Rad perfekt zu erreichen. Wir hatten eine kleine Tour am Wasser entlang gemacht und sind zum Mittag bei Saltimporten eingekehrt. Es gibt jeden Tag zwei wechselnde Gerichte. Alles frisch zubereitet. Man sitzt, im positiven Sinne, in einer Art Kantine. Viele Einheimische kommen hier während der Mittagspause hin und es herrscht eine angenehme, familäre Atmosphäre.

saltimporten.jpg


To do in Malmö:

Malmö Konsthall: Wer sich für Kunst interessiert für den ist die Kunsthalle in Malmö einen Besuch wert. Abwechselnde Künstler stellen hier ihre Werke aus. Ich muss sagen für mich war die Architektur des Gebäudes sogar etwas spannenden als die Ausstellung an sich. Der Eintritt ist frei und es lohnt sich bereits wegen des tollen Gebäudes einen Blick hinein zu werfen. Hohe Räume mit ganz vielen großen Fenstern und Glasdach erzeugen eine stimmungsvolle Atmosphäre.

konsthall.JPG
konsthall2.JPG

The Canal: Vom Hafen ausgehend zieht sich der Kanal wie ein schützender Burggraben um die komplette Innenstadt Malmös, an ihm lässt es sich super entlang spazieren und radeln. Zwischendurch auf einer Bank die Ruhe und das Wasser genießen oder einfach bloß das Treiben der Malmöer beobachten ist hier im Sommer wunderbar.

Turning Torso: Von überall sichtbar überragt das moderne Hochhaus und Wahrzeichen Malmös mit seinen 190 Metern die gesamte Innenstadt. Entworfen wurde er von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava. Von hier kann man tolle, ausgiebige Spaziergänge entlang der Promenade machen und hat immer den Turning Torso im Blick.

Ein echter Insidertipp war das Ribersborg Kallbadhus. Eine Sauna auf einem Steg, in der man direkt auf das offene Meer blickt. Da es schon sehr frisch war, kam der Saunaaufenthalt am Abend genau richtig. Tagsüber hatten wir uns die Stadt angeschaut und konnten hier dann am Abend herrlich entspannen. Um die kalten Jahreszeiten zu überstehen scheint das wohl bei vielen zur abendlichen Routine in Malmö zu gehören. Kein Wunder, wenn man nur wenige Minuten braucht, um an einen solch entspannten Ort zu gelangen. Ein absolutes Highlight bei unserem Besuch in der Stadt.

kallbadhus.jpg
kallbadhus1.jpg

Form Design Center ist eine Ausstellungsfläche über vier Etagen in einem kleinen alten Fachwerkaus direkt am schönen Lilla Torg, mitten in Malmös Altstadt. Zu unserem Pech wurde hier gerade für die Kunstnacht (die dann leider ein Wochenende nach unserem Besuch stattfand) umgebaut und somit waren leider alle Räume leer. Der tolle Museumsshop, der sich mit vielen ausgewählten Produkten aus Schweden - unter anderem interessante Bücher, handgefertigte Keramik und andere Designobjekte - im obersten Stockwerk des kleinen Häuschens befindet, hatte glücklicherweise noch geöffnet.

Shopping in Malmö:

Natürlich hat die Stadt auch was Einrichtungsläden einiges zu bieten. Wer schon öfter Mal in Skandinavien war kennt das ja.

Designtorget hier findet man besondere Accessoires, Leuchten und Möbel, von kleineren nicht unbedingt so bekannten Marken. Der Shop ist also super, wenn man etwas besonderes möchte.

Svenssons i Lammhult, eine schwedische Firma mit Wurzeln in Småland - ein riesiger Laden über vier Etagen, der jegliche skandinavischen Brands vertritt. Hier kann man ewig drin verweilen und entdeckt in jeder Ecke nochmal etwas neues. Würde ich in Schweden leben, käme die Hälfte meiner Einrichtung höchstwahrscheinlich von hier :)

AB Småland habe ich ja oben bereits erwähnt. Hier findet man jegliche Kleinigkeiten, die einfach nur schön sind. Dinge, die man nicht unbedingt braucht, aber die man trotzdem kaufen möchte, weil sie einfach gut aussehen. Und toll ist eben, dass man während des shoppens eine kleine Pause im hauseigenen Café einlegen kann.

Malmö Modern ist ein gut sortierter Möbelladen mit Vintagemöbeln und fabrikneuen Designklassikern. Von den Räumlichkeiten wäre der Laden eine absolute Traumwohnung. Erdgeschoss mit hohen Decken und eine loftartige Atmosphäre.

Norrgavel - hier gibt es nachhaltige Möbel mit japanischem Einfluss. Hier habe ich beispielsweise eine ganz tolle Deckenleuchte entdeckt, aber da wir leider nur mit Handgepäck unterwegs waren musste diese erstmal dort bleiben. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Malmö Besuch.

Neben all den aufgezählten Läden gibt es natürlich auch noch die Klassiker wie Granit, H&M Home und so weiter, aber die kennt man ja wahrscheinlich bereits aus Deutschland.

Jetzt aber zurück zum weiteren Verlauf der Reise. Nach zwei eindrucksreichen Tagen in Malmö ging es mit dem Mietauto weiter Richtung Nordwesten. Unser nächstes Ziel war das kleine Städtchen Ängelholm. Auf dem Weg dorthin haben wir dann noch einen Stop der ganz besonderen Art gemacht. Mitten im Nirgendwo haben wir einem kleinen, wunderschön eingerichteten Interiorladen mit Café besucht. Zwischen Feldern und Wiesen versteckt ein großes weißes Schwedenhaus, welches im Inneren mit schönsten Designobjekten aufwartet. Sowas findet man tatsächlich nur in Skandinavien. Wir haben uns nett mit der Inhaberin unterhalten und ihr gesagt wie begeistert wir von ihrem Konzept sind. Sowas allerdings nach Deutschland zu übertragen wäre nahezu undenkbar, weil wahrscheinlich nicht ein Kunde kommen würde. Unser Besuch war leider nur von kurzer Dauer, weil in Ängelholm bereits die nächste Verabredung wartete. Wir waren bei einer Keramikerin (in der Åbergs Krukmakeri) im Atelier und Shop eingeladen, um ihr bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Bei einer Tasse Tee hat sie uns alles über ihre Arbeit erzählt und wir hatten eine Menge Spaß. Danach hatten wir dann ein bisschen Zeit uns die Kleinstadt und Umgebung anzuschauen, bevor wir dann am Abend im Hus 57 lecker speisten und übernachteten.

interior.jpg
ängelholm.JPG


Unsere letzte Station der Reise war das Wanås Hotel mit dazugehörigem Kunstpark. Ich muss sagen, dieser magische Ort hat mir am besten auf unserem Kurztrip gefallen. Umgeben von Natur und Wald liegt mitten im Nichts ein altes Schloss, was im Besitz der Familie Wachtmeister geführt wird. Die Familientradition ist eine schöne wie ich finde - jeder, der nach Erbfolge neu ins Schloss zieht, fügt dem Konzept etwas neues hinzu. So hat 1987 Marika Wachtmeister die Kunstsammlung in und um die Gebäude des Schlosses ins Leben gerufen. Vor einem Jahr hat Kristina Wachtmeister, die Schwiegertochter den damaligen Kuh- und Pferdestall in ein Hotel und ein Restaurant umgebaut. Ihr Mann betreibt den angrenzenden Bauernhof. Somit kann man eigens hergestellte Produkte im Restaurant oder im Museumsshop käuflich erwerben. Da ich selbst über solch eine Idee im etwas kleineren Rahmen nachdenke konnte ich hier erste Ideen und Eindrücke sammeln und es war für mich somit der perfekte Ort, um die Reise abzurunden. Das Hotel ist klein, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es verfügt über zwölf Zimmer, die alle individuell mit Möbeln und Materialien aus der Region eingerichtet sind. Hier konnte sich die Inhaberin, die vorher als Architektin gearbeitet hat nach Lust und Laune ausleben. Das wäre genau mein Ding- nach eigenen Ideen und Vorstellungen einen Raum kreieren, den andere Gäste nutzen können und das ganze dann auch noch umgeben von schönster Natur - mein absoluter Traum. Leider waren wir hier nur eine Nacht, wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich gut und gerne nochmal drei Tage dranhängen können. Am Tag bekamen wir eine Führung durch den Schloss und Kunstpark, gefolgt von einem wunderbaren Abendessen im Restaurant vor offenem Feuer. Am nächsten Morgen dann noch ein ausgiebiges Frühstück, bevor es dann wieder nach Malmö ging. Zurück in Berlin kann ich mich jetzt an den Fotos und schönen Erinnerungen dieser Reise erfreuen in der der Hoffnung schon bald wieder Gast im schönen Schweden sein zu dürfen.

wanas1.JPG
wanas2.JPG
wanas3.JPG

*dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Visit Skåne und Malmotown