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Bevor ich mit dem eigentlichen Thema beginne möchte ich noch ein paar Zeilen loswerden. Wie ihr sicher mitbekommen habt war es hier in den letzten Monaten sehr ruhig und der ein oder andere von euch hat sich vielleicht die Frage gestellt warum das wohl so war. Ich hatte Mitte des Jahres eine kleine 'Krise', wenn man das so nennen will. Um ehrlich zu sein gab es auch nichtmal einen bestimmten Grund oder einen konkreten Anlass es hat sich einfach so peu à peu eingeschlichen und plötzlich stand ich da, wusste nicht so Recht wohin mit mir selbst. Das sind Momente, die ich bereits aus meinem Leben kenne, die mich überraschen und auch oft genau so schnell wieder vergehen wie sie kommen.

Dieses Mal war es irgendwie anders. Ich hatte das Bedürfnis etwas zu ändern, vielmehr etwas dagegen zu tun, was ich sonst hingegen meide, bzw. oft gar keine Kraft habe dagegen anzukämpfen. Ich habe mich gefragt was der Sinn des Lebens ist und brauchte Zeit und Abstand von allem und ganz besonders auch mal wieder von der Stadt, die mich in solchen Phasen auffrisst. Und da sind wir so gesehen auch schon ein bisschen beim Thema: Land - ein Zufluchtsort für mich, wenn ich mit mir selbst hadere und nicht weiß wie es weiter gehen soll. Ich kann euch nicht sagen, was genau mich jedes Mal geheilt zurück bringt. Ist es die Ruhe? die Einsamkeit? die Art sich mal wieder mit dem Wesentlichen zu beschäftigen? Ich weiß es nicht, aber ich weiß es tut mir gut. Immer wieder aufs Neue.

Deswegen hatte ich beschlossen auf einen Hof in Sachsen zu gehen. Ganz abgeschieden, in Mitten der Natur, umgeben von einer sehr netten und herzlichen Familie, die mir irgendwie Mut gemacht  hat und Kraft gegeben hat an meine Ziele zu glauben und daran zu arbeiten, weil sie auch irgendwie überzeugt davon waren, dass ich das umsetzen kann was da alles so in meinem Kopf schwirrt. Zurück in Berlin hatte ich so null das Gefühl, dass sich hier irgendwas geändert hatte. Alles beim Alten und ich mit sprudelnden Ideen im Kopf so mittendrin. Verloren in irgendeiner Form und doch so geerdet und im Einklang mit mir selbst. Selbstsicher, dass ich das erreichen kann was mir vorschwebt, denn für mich ist da so viel mehr als das was jetzt gerade ist oder auch nicht ist. Natürlich bin ich mit den meisten Dingen in meinem Leben auch total zufrieden und andere nennen das meinetwegen auch 'Meckern auf hohem Niveau' , aber für mich gibt es eben immernoch diesen Anspruch an mich selbst. Welche Ziele und Träume habe ich tief in mir drin und wie und wann kann ich sie erreichen.

Aber jetzt endlich zurück zum eigentlichen Blogpost über dieses kleine,  mit Liebe gestaltete schwarze Haus nur Umweit von Berlin entfernt. Lustigerweise habe ich die Black Cabin in meiner Zeit auf dem Göhrisch Gut (Gutshof in Sachsen) entdeckt. Sofort wusste ich, dass ich da unbedingt mal hin muss, um mir die Gegend und die Cabin genauer anzuschauen. Ein paar Tage später habe ich dann gebucht und ich muss sagen es war genau so wie ich mir einen perfekten Aufenthalt vorstelle. Die Black Cabin liegt in einem kleinen Ort im Oderbruch direkt an der polnischen Grenze.

An einem sonnigen Montagmorgen haben mein Freund, unser Hund und ich uns losgemacht, um drei entspannte Tage in Sophienthal zu verbringen. Dort angekommen habe ich festgestellt, dass ich zwei Straßen weiter schonmal Urlaub mit meiner Mama gemacht habe. Die Gegend war mir also schon bekannt. Umso besser. Vertrautheit ist ja bekanntlich nicht das schlechteste. Um ehrlich zu sein haben wir das Grundstück aber auch kaum verlassen, wozu auch, wenn man im Paradies sitzt. Das Grundstück schön grün mit Gemüsegarten, einem Schlafhaus, einem Toilettenhäuschen, einer Sauna und einer Außenküche mit tollem Ofen und wohin das Auge reicht nur Wiesen und Felder.

Nora und Christoph, die beiden Besitzer haben das Grundstück in eine kleine Ruheoase verwandelt. Morgens unter freiem Himmel duschen, Kaffee trinken und Brot backen, am Mittag Gemüse ernten und Bienen beobachten und am Abend nach einem Saunagang gemütlich am offenen Feuer sitzen und den Sonnenuntergang genießen. Und immer mit Blick über die Felder, wo man übrigens wunderbar Rehe und Störche beobachten konnte. Wir hatten leider ein bisschen Pech mit dem Wetter, es hatte nämlich fast ausschließlich geregnet, während in Berlin das Thermometer mal wieder am Anschlag war. Nichts desto trotz hatten wir eine erholsame Zeit und ich kann jedem, der nach einer kurzen Stadtauszeit sucht dieses Fleckchen Erde wärmstens ans Herz legen. Genau aus dem Grund werde ich am Sonntag auch wieder in den Orderbruch fahren, um einen Tag auf dem Land zu verbringen. Dazu dann aber bald mehr. Heute suche ich mir aber erstmal hier in der Stadt eine nette Ecke im Schatten, um die Hitzewelle zu überstehen.

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