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Vor zwei Wochen habe ich kurz meinen Urlaub im Süden von Deutschland unterbrochen, um an einer Pressereise in Kopenhagen zusammen mit Rosendahl Design Group teilzunehmen. Neben der Besichtigung des Headquaters von Rosendahl, einem Ausflug in die Produktion von Brdr. Krüger und einem tollen Dinner mit dem Grand Cru Sense Geschirr war unter anderem das 180 jährige Jubiläum von Kähler ein Anlass, den wir in Form einer Vernissage gefeiert haben. Viele von euch kennen Kähler sicherlich wegen ihrer schönen schlichten Streifenvasen - die Omaggio-Serie designt von Ditte Reckweg und Jelena Schou Nordentoft ist aus vielen dänischen Wohnzimmern kaum noch wegzudenken. Allerdings ist Kähler viel mehr als nur Vasen mit Streifen. Kähler ist ein Familienunternehmen, welches 1839 von Joachim Christian Herman Kähler gegründet wurde. Wie es damals für Töpfer üblich war wurden vorerst ausschließlich Gebrauchsgegenstände hergestellt. Ab 1872 gab Joachim Kähler dann das Unternehmen an seine beiden Söhne ab. In zweiter Generation sollte einer der beiden das Unternehmen dann durch experimentierfreudigere Arbeiten mit verschiedensten Glasuren weltberühmt machen. Herman August verschaffte der Marke Kähler mit seinen Arbeiten einen Wiedererkennungswert, der dem Unternehmen nicht nur in Dänemark und dessen Kunstwelt, sondern auch international zu großer Anerkennung verhalf.

Kähler ist bis heute bekannt für die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern. Eine der anhaltendsten Beziehungen war sicherlich die mit Sven Hammershøi. Der Keramiker und Maler fand 1893 Platz in der Firma und machte seine voluminösen Rillenvasen zum unverwechselbaren Gesicht der Marke Kähler. 2015 launchte Kähler dann daraufhin die Hammershøi Kollektion designed von Hans-Christian Bauer.

Heute arbeitet Kähler nicht nur mit Künstlern und Kunsthandwerkern seiner Branche, sondern kooperiert beispielsweise auch mit bekannten Modedesignern wie Stine Goya, die mit ihrer “Fiora” Serie traditionelle Keramik völlig neu interpretiert. Scharf gezeichnete Muster in vollen Farben sowie ausladende und markante Formen bringen neuen Wind in die Keramikindustrie. Stine Goya schafft es traditionelle Dekore modern wirken zu lassen. Alleine oder in Gruppierungen wirkt jede Vase als starkes, eigenständiges Objekt.

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Anlässlich des 180. Jubiläums von Kähler hat Turi Heisselberg Pedersen fünf exclusive Vasen entworfen und gefertigt, die wir bei der Ausstellungseröffnung im Chart Art Fair in Kopenhagen genauer unter die Lupe nehmen durften. Fünf unterschiedliche Vasen inspiriert von urbanen Plätzen und alten Hausfassaden ergänzen das natürliche Dasein des Tons zur Perfektion. Um das Erscheinungsbild des Tons zu unterstützen verzichtet die Designerin auf einen schimmernden Glanz und lässt die Vasen in ihrer matten Natürlichkeit unaufgeregt strahlen. Ab nächsten Jahr wird es angelehnt an diese fünf Jubiläumsvasen eine neue Kollektion namens “Kontur” geben.

Abschliessend zu dieser Reise kann ich nur sagen, dass es unglaublich ist was diese Unternehmen über Jahrzehnte auf die Beine gestellt haben. Es ist immer wieder faszinierend die direkten Eindrücke vor Ort zu sehen, um noch ein bisschen mehr in die Traditionsgeschichte eintauchen zu können. Zwei intensive Tage, die spannender hätten nicht sein können.

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photos © Selina Lauck

*diese Pressereise entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Rosendahl Design Group